Unser Hauptarbeitsfeld: Die Digitalisierung und Archivierung von Daten

Das Syrian Heritage Archive Project digitalisiert Forschungsdaten und Sammlungen zu Archäologie, Kunstgeschichte und Geografie Syriens. Diese werden als Fotomaterial, Zeichnungen und Texte von Forschenden und Institutionen sowie dankenswerterweise auch von Privatpersonen zur Verfügung gestellt.

Es sind Kollektionen, die das Lebenswerk einer Forscherin oder eines Forschers repräsentieren sowie Foto- bzw. Diasammlungen, in welchen Reisende Orte und Bauwerke detailliert festgehalten haben. Zunehmend stammen solche Sammlungen von syrischen Leihgeberinnen und Leihgebern, deren Rechte durch die Gründer des Projektes gesichert werden. Unsere ältesten digitalisierten Fotos sind von 1907, Reproduktionen reichen sogar bis ins Jahr 1863 zurück.

 


Bei der Dokumentation dieses immensen Wissenspools gehen wir folgendermaßen vor:

Im Zuge der Inventarisierung wird der Orts- bzw. Objektname identifiziert und alle zugehörigen Informationen, die beispielsweise auf einem Diarahmen oder der Rückseite eines Kontaktbogens stehen, notiert. Die einzelnen Bilder, Zeichnungen oder Texte werden systematisch benannt. Die anschließende Digitalisierung liefert Datensätze, welche weitergehend bearbeitet werden.

Jedem einzelnen dieser Datensätze werden Informationen als sogenannte Metadaten dauerhaft beigefügt. Diese umfassen zumindest die Erstellerin oder den Ersteller bzw. die Fotografin oder den Fotografen, das Copyright, Stichwörter und weitere Angaben, welche von der Leihgeberin oder dem Leihgeber kommen. Anschließend wird jeder Datensatz in einem strukturierten Ordnerbaum abgelegt, wobei nach Ort, Bauwerk, Autor, Jahr und Themen wie Landschaft, Architektur, Kleinfund, etc. in die Tiefe gestaffelt wird.

Zur Verwaltung der Datensätze dient der digitale Ortsindex iDAI.gazetteer unseres Kooperationspartners DAI, der als größtenteils offene Internetplattform angelegt ist. Dort werden die jeweiligen Namen von Orten und Bauwerken georeferenziert und durch eine ID spezifiziert. Dadurch entstehen nach und nach neue Ortsnamen auf der virtuellen Landkarte materieller Kulturgüter Syriens.

Ein letzter Arbeitsschritt sieht die finale Überprüfung des Erstellungsprozesses vor. Abschließend werden die Kollektionen, konsolidiert als Bilddatenbanken in iDAI.objects/Arachne und in die interne easydb Datenbank des Museums für Islamische Kunst übermittelt. Über Interfaces sind die Datensätze mit anderen Datenbanken kompatibel da internationale Standards, wie CIDOC-CRM und LIDO angewendet wurden.