{"id":35234,"date":"2023-01-09T12:36:15","date_gmt":"2023-01-09T11:36:15","guid":{"rendered":"https:\/\/syrian-heritage.org\/?p=35234"},"modified":"2023-01-13T14:17:43","modified_gmt":"2023-01-13T13:17:43","slug":"von-palmyra-nach-istanbul","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/syrian-heritage.org\/de\/von-palmyra-nach-istanbul\/","title":{"rendered":"Von Palmyra nach Istanbul"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>von Hasan Ali<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Hasan Ali l\u00e4dt uns ein, Palmyra\/Tadmor aus einer lokalen Perspektive zu entdecken. Er erinnert sich an die Abenteuer der Kindheit und die Aussagen der \u00c4lteren, um pers\u00f6nliche Landkarten kultureller Bedeutungen und sozialer<\/strong> <strong>Werte zu entwerfen. Als Arch\u00e4ologe aus Palmyra war Hasan Ali von der Zerst\u00f6rung, der Pl\u00fcnderung und dem Vandalismus des Kulturerbes in seiner Stadt so betroffen, dass er begann, im Rahmen eines Dokumentationsprojekts die Erinnerungen der ehemaligen Bewohner Palmyras zu sammeln.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">&#8222;Die Freunde meiner Kindheit, mit denen ich <em>hah<\/em> (ein traditionelles Jungenspiel) gespielt habe, sind weggegangen&#8220; &#8211; so lautet ein lokales Sprichwort, das die Nostalgie nach der Unschuld der Kindheit und die Sehnsucht nach der Vertrautheit des Heimatortes ausdr\u00fcckt. Diese Heimat zu verlieren, war&nbsp; unsere Erfahrung als Einwohner von Palmyra\/Tadmur in den letzten Jahren. Seitdem k\u00f6nnen wir seine Bedeutung viel besser verstehen, da wir selbst Fluchterfahrungen machen mussten. In der Tat verlie\u00dfen alle meine ehemaligen Nachbarskinder unsere Heimatstadt und verteilten sich \u00fcber den Globus. Voneinander getrennt strandeten wir in verschiedenen L\u00e4ndern, und Palmyra\/Tadmur blieb allein zur\u00fcck \u2013 es lag in Tr\u00fcmmern, und au\u00dfer dem Milit\u00e4r war kaum jemand \u00fcbrig geblieben.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0644\u0639\u0628\u0629-\u0627\u0644\u062d\u0627\u062d.jpg\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35102\" width=\"561\" height=\"546\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das traditionelle <em>hah<\/em>-Spiel wird nur von Jungen gespielt, wobei lange und kurze St\u00f6cke zum Einsatz kommen. Es wird vor allem auf dem Land gespielt | Das Bild findet sich auf Facebook unter <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/adnanjumaalahmad\/posts\/188818506089438\/\">https:\/\/www.facebook.com\/adnanjumaalahmad\/posts\/188818506089438\/<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">In Tadmur spielten meine Kameraden und ich entweder in den Stra\u00dfen des zentralen Viertels in der N\u00e4he des Sportplatzes von Ash-Shabiba (einer staatlichen Organisation, die sich an Jugendliche wendet) oder in der N\u00e4he der Ostmauer des ber\u00fcchtigten Gef\u00e4ngnisses von Tadmur; wir f\u00fcrchteten uns davor, den Mauern zu nahe zu kommen, ohne uns Gedanken dar\u00fcber zu machen, dass dort Menschen eingesperrt waren. F\u00fcr das <em>hah<\/em>-Spiel sammelten wir mehrere kurze St\u00f6cke und einen langen Stock, die meist von Oliven- oder Granatapfelb\u00e4umen stammten. Wir steckten die kurzen St\u00f6cke (25 bis 30 cm) an den Rand des B\u00fcrgersteigs oder direkt in die Erde und schlugen sie dann mit dem langen Stock (manchmal 100 cm lang), so dass der kurze Stock so weit wie m\u00f6glich flog. Wer ihn am weitesten fliegen lassen konnte, war der Gewinner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Wenn Abud Shehab, einer meiner Freunde, Hunger versp\u00fcrte, lief er nach Hause, um sich ein bestrichenes Fladenbrot zu rollen. Dessen Belag bestand entweder aus <em>labne<\/em>, einer sehr dickfl\u00fcssigen Joghurtmasse, oder aus <em>semne <\/em>(Butterfett) mit einer hausgemachten Gew\u00fcrzmischung namens <em>za<em>\u02bf<\/em>tar<\/em> (Thymian) darauf. S<em>emne<\/em> wird mithilfe des <em>jiff<\/em> zubereitet, einem Beutel aus Ziegenbalg, in dem Rohmilch lange gesch\u00fcttelt wird, damit sich Butter absetzt, aus der sp\u00e4ter Butterfett gewonnen wird. Einen solchen <em>jiff<\/em> benutzen die Beduinen des Berg Al-\u02bfAmour (auch Abu Rajmayn genannt) ca. 50 km n\u00f6rdlich von Tadmur, um Produkte aus der Milch von Schafen und Ziegen herzustellen. Das Brot stammte aus der damals modernen automatischen B\u00e4ckerei De Gaulle oder der eher manuell arbeitenden B\u00e4ckerei Sulayman. Wir liefen hinter Abud her, um auch ein solches gerolltes Sandwich zu bekommen, das seine Mutter, Tante Hind, dann liebevoll f\u00fcr uns zubereitete.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-uagb-columns uagb-columns__wrap uagb-columns__background-color uagb-columns__stack-mobile uagb-columns__valign- uagb-columns__gap-10 align uagb-block-859222c4 uagb-columns__columns-1 uagb-columns__max_width-custom\"><div class=\"uagb-columns__overlay\"><\/div><div class=\"uagb-columns__inner-wrap uagb-columns__columns-1\">\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-a3db4309\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Palmyra\/Tadmor:<br><\/strong>Im Arabischen bezieht sich der Name Tadmur sowohl auf die antike als auch auf die moderne Stadt. Dagegen wird im Deutschen und Englischen nur die antike Stadt Palmyra genannt und die moderne Stadt Tadmur wird davon unterschieden. Ein Karawanenst\u00fctzpunkt in der syrischen W\u00fcste namens Tadmur wird bereits in altorientalischen Quellen des 2. Jt. v. Chr. genannt. Als Ende der 1920er Jahre unter franz\u00f6sischer Mandatsherrschaft n\u00f6rdlich der antiken Ruinen eine neue Stadt gebaut wurde, f\u00fchrte der neue Ort den Namen Tadmur weiter. Vor dem Einmarsch des IS im Jahr 2015 lebten in der heutigen Stadt Tadmur etwa 80 000 Bewohner.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/section>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Die Afqa-Quelle und die Oasenwirtschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Vor allem an den hei\u00dfen Tagen warteten wir sehns\u00fcchtig auf die Schulferien, um mit unserer Familie oder mit Freunden in den Becken mit schwefelhaltigem Wasser zu schwimmen, die von der Afqa-Quelle gespeist werden. Diese ist die Quelle des Lebens von Palmyra\/Tadmor, der Grund f\u00fcr die Existenz des Ortes, da das Afqa-Wasser die Bew\u00e4sserung der Oase sicherte. Das Quellwasser flie\u00dft in einer Kurve zum Palmenhain und durchl\u00e4uft einige Erweiterungsbecken. In dem etwa zwei Meter tiefen M\u00e4nnerbecken (<em>hammam az-zilim<\/em>) schwammen fr\u00fcher die M\u00e4nner. In einem der Interviews mit in der T\u00fcrkei lebenden Einwohnern Tadmurs beschrieb Riyad al-Jarallah, ein ehemaliger Beamter der regionalen Wasserverwaltung, das <em><em>hammam az-zilim<\/em><\/em> als einen offenen Bereich, um den herum Terrassen aus Kalkstein zum Baden und zur Erholung in den Fels gehauen wurden. W\u00e4hrend des franz\u00f6sischen Mandats wurde dar\u00fcber ein Schwimmbad (ca. 7 x 20 m) errichtet, das beim Bau des M\u00e9ridien-Hotels 1985 abgerissen wurde. Das Afqa-Wasser floss auch zu einer in den 1920er Jahren errichteten M\u00fchle, in der mithilfe der Wasserkraft Getreide gemahlen wurde. Die M\u00fchle wurde in den 1950er Jahren entfernt, aber ein Raum davon blieb bestehen und wurde als Schwimmbecken f\u00fcr Frauen genutzt.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-uagb-columns uagb-columns__wrap uagb-columns__background-none uagb-columns__stack-mobile uagb-columns__valign- uagb-columns__gap-10 align uagb-block-19614f77 uagb-columns__columns-2 uagb-columns__max_width-custom\"><div class=\"uagb-columns__overlay\"><\/div><div class=\"uagb-columns__inner-wrap uagb-columns__columns-2\">\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-4395e917\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"620\" height=\"942\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/jh-d-03-13-15_SYRHER-reworked.png\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35206\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/jh-d-03-13-15_SYRHER-reworked.png 620w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/jh-d-03-13-15_SYRHER-reworked-197x300.png 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Afqa Quellbecken mit seinem schwefelhaltigen Wasser, das aus unterirdischen Quellen im unweit gelegenen Berg dorthin geleitet wird, 1990 | Museum f\u00fcr Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin, Sammlung Josef H\u00e4rle (CC-BY-NC-SA)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-e34315bb\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ph-i-0582.-Palmyra_SYRHER-683x1024.png\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35114\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ph-i-0582.-Palmyra_SYRHER-683x1024.png 683w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ph-i-0582.-Palmyra_SYRHER-200x300.png 200w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ph-i-0582.-Palmyra_SYRHER-768x1152.png 768w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ph-i-0582.-Palmyra_SYRHER-1024x1536.png 1024w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ph-i-0582.-Palmyra_SYRHER-1365x2048.png 1365w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ph-i-0582.-Palmyra_SYRHER-1568x2352.png 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das ausgetrocknete Afqa-Quellbecken im Jahr 2002 | Foto Peter Heiske (CC-BY-NC-ND)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/section>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Als Kinder liebten wir es, im so genannten Shari\u2018a -Becken zu schwimmen, wo das Wasser nur seicht war. Der Name &#8222;Shari\u2018a -Becken&#8220; erinnert an eine Shari\u2018a-Schule, die Shaykh Muhammad Shams al-Din (bekannt als Shaykh Shakas) dort im 16. Jahrhundert gegr\u00fcndet hatte. Die Schule ist seit langem verschwunden, aber da der Pool ein Verteilungsbecken f\u00fcr die Hauptkan\u00e4le ist, die die Oase bew\u00e4ssern, hat er bis heute \u00fcberlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Die Afqa-Quelle versiegte 1994 aufgrund von Bohrungen und Explosionen f\u00fcr den Bau des M\u00e9ridien-Hotels in der N\u00e4he der felsigen H\u00f6hle, aus dem das Quellwasser floss. Durch diese Explosionen wurde das Quellgestein besch\u00e4digt. Im Jahr 2021 h\u00f6rte ich, dass die Afqa-Quelle wieder Wasser spendet.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-uagb-columns uagb-columns__wrap uagb-columns__background-none uagb-columns__stack-mobile uagb-columns__valign- uagb-columns__gap-10 align uagb-block-1703af42 uagb-columns__columns-2 uagb-columns__max_width-custom\"><div class=\"uagb-columns__overlay\"><\/div><div class=\"uagb-columns__inner-wrap uagb-columns__columns-2\">\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-178c9012\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"651\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Eckelmann-pool-sharia30A-rew0-1024x651.png\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35165\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Eckelmann-pool-sharia30A-rew0-1024x651.png 1024w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Eckelmann-pool-sharia30A-rew0-300x191.png 300w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Eckelmann-pool-sharia30A-rew0-768x488.png 768w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Eckelmann-pool-sharia30A-rew0-1536x976.png 1536w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Eckelmann-pool-sharia30A-rew0-2048x1302.png 2048w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Eckelmann-pool-sharia30A-rew0-1568x996.png 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das sogenannte Shari\u2018a -Becken, von dem aus das kostbare Nass in Bew\u00e4sserungskan\u00e4le der Oase verteilt wird, 2011 | Museum f\u00fcr Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin, Foto Detlef Eckelmann (CC-BY-NC-ND)&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-984a9106\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-2-1-1024x768.jpg\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35153\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-2-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-2-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-2-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-2-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-2-1-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-2-1-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Immer weniger Palmenhaine in der Oase werden noch gepflegt, der W\u00fcstensand versch\u00fcttet langsam die B\u00e4ume | Foto Hasan Ali<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/section>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Nach dem Schwimmen zogen wir uns an und liefen durch die Oasenhaine mit ihren unz\u00e4hligen Palmen, Obst- und Olivenb\u00e4umen. Der Gang durch die Gassen der Obsthaine war nicht von dieser Welt und l\u00e4sst sich nicht so leicht aus dem Ged\u00e4chtnis l\u00f6schen, da er so viele sch\u00f6ne Gef\u00fchle mit sich bringt. Die Wege zwischen den Lehmw\u00e4nden waren manchmal zwei Meter breit und wurden von Kan\u00e4len ges\u00e4umt, an denen Bew\u00e4sserungsmotoren (deren Namen wohl Andrea oder Black Stone waren) betrieben wurden. Ihre Ger\u00e4usche klingen bis heute in den Ohren eines jeden Tadmuri. Ich erinnere mich, dass einige Wege wegen der Dichte der Bl\u00e4tter von Palmen, Oliven- und Granatapfelb\u00e4umen nicht von der Sonne beschienen wurden. Die Menschen passierten diese Wege zu Fu\u00df, mit dem Fahrrad, mit einem Eselskarren oder einer dreir\u00e4drigen Draisine, die wir t<em>artayra<\/em> nennen. In Tadmur kannten sich die Leute, tauschten Witze aus und boten sich gegenseitig Datteln und Granat\u00e4pfel an, die sie gepfl\u00fcckt hatten und auf dem Markt zum Verkauf anbieten wollten.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-uagb-columns uagb-columns__wrap uagb-columns__background-none uagb-columns__stack-mobile uagb-columns__valign- uagb-columns__gap-10 align uagb-block-8bbeb696 uagb-columns__columns-2 uagb-columns__max_width-custom\"><div class=\"uagb-columns__overlay\"><\/div><div class=\"uagb-columns__inner-wrap uagb-columns__columns-2\">\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-44b15208\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-4-768x1024.jpg\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35111\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-4-225x300.jpg 225w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-4-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-4-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-4-1568x2091.jpg 1568w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0645\u0646-\u0627\u0644\u0648\u0627\u062d\u0629-4-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Verteilerstelle der Bew\u00e4sserungskan\u00e4le in der Oase | Foto Hasan Ali<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-5d60dda6\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"599\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0637\u0631\u0637\u064a\u0631\u0629.jpg\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35096\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0637\u0631\u0637\u064a\u0631\u0629.jpg 800w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0637\u0631\u0637\u064a\u0631\u0629-300x225.jpg 300w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/\u0637\u0631\u0637\u064a\u0631\u0629-768x575.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein motorisiertes Dreirad, im lokalen Dialekt tartayra genannt, ist ein \u00fcbliches Verkehrsmittel&nbsp;| Foto Hasan Ali<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/section>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Die Tadmuris und ihre neue Stadt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Die Bewohner des urspr\u00fcnglichen Dorfes Tadmur, das inmitten der Ruinen und auch im Bel-Tempel lag, wurden von der franz\u00f6sischen Mandatsverwaltung gezwungen, in eine neu errichtete Stadt n\u00f6rdlich der Oasenhaine zu ziehen. Obwohl die neue St\u00e4tte den lokalen Namen adh-Dhahira trug (der von \u00e4lteren Einwohnern immer noch verwendet wird), erhielt die neue Stadt den historischen Namen Tadmur. Der ehemalige Leiter des technischen B\u00fcros der Stadtverwaltung von Palmyra, der Architekt Ahmed Al-Agha, erl\u00e4uterte: \u201eDer Grund f\u00fcr die Umsiedlung der Bewohner aus dem alten Dorf nach Tadmur-adh-Dhahira war, dass die franz\u00f6sischen Besatzungsbeh\u00f6rden den Bel-Tempel und die Denkm\u00e4ler der historischen Stadt Palmyra freilegen wollten. Daher beschlossen sie 1928, dass die Bewohner ihre H\u00e4user in den Ruinen Palmyras verlassen m\u00fcssten, da sie abgerissen werden sollten. Sie sollten sich am neuen Ort ansiedeln, dessen Parzellierung und das Stra\u00dfennetz von den franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden festgelegt waren.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-05-14-12_SYRHER-1024x667.png\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35170\" width=\"767\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-05-14-12_SYRHER-1024x667.png 1024w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-05-14-12_SYRHER-300x195.png 300w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-05-14-12_SYRHER-768x500.png 768w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-05-14-12_SYRHER-1536x1001.png 1536w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-05-14-12_SYRHER-2048x1334.png 2048w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-05-14-12_SYRHER-1568x1022.png 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die moderne Stadt Tadmur im Jahre 1995 | Museum f\u00fcr Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin, Sammlung Eugen Wirth (CC-BY-NC-SA)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">In meiner Jugend, als ich noch zur Schule ging, warteten meine Freunde und ich immer auf das Ende der Schulzeit, um mit dem Fahrrad zum arch\u00e4ologischen Gel\u00e4nde zu fahren und dort Fu\u00dfball zu spielen oder zu laufen. Einmal sauste ich mit dem Fahrrad auf einem Trampelpfad in Richtung der n\u00f6rdlichen Gr\u00e4ber und des Diokletianlagers den steilen Burgh\u00fcgel hinunter. Ein Freund sa\u00df hinter mir, aber pl\u00f6tzlich sp\u00fcrte ich, dass das Fahrrad viel leichter geworden war. Mein Freund war herunter gefallen! Zum Gl\u00fcck hatte er nur oberfl\u00e4chliche Wunden, aber er erinnert mich bis heute an diesen Unfall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Palmyras Ruinen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Manchmal sa\u00dfen wir auch auf dem Dach eines der Grabt\u00fcrme. Damals tr\u00e4umte ich von meiner Zukunft als Arch\u00e4ologe und den gro\u00dfartigen B\u00fcchern, die ich \u00fcber die antike Geschichte der Geb\u00e4ude um mich herum schreiben w\u00fcrde. Ich stellte mir vor, wie ich die weitl\u00e4ufigen Ruinen wieder so herrichten w\u00fcrde, dass sie wie zur Zeit unserer Vorfahren Odaenathus und seiner Frau Zenobia aussahen, und dass wir modernen Tadmuri-Bewohner darin leben k\u00f6nnten. Nach einigen Jahren verwirklichte ich meinen Traum, Arch\u00e4ologie zu studieren, und machte meinen Abschluss an der Universit\u00e4t Damaskus. Von 2007 bis 2015 arbeitete ich bei der Direktion f\u00fcr Altert\u00fcmer und Museen in Palmyra. In jener Zeit liefen meine Kollegen Hassan, Muhammad, Najem und ich manchmal am sp\u00e4ten Nachmittag den Festungsh\u00fcgel von Qal\u02bfat Ibn Ma\u02bfn hinauf, um die Schatten des Sonnenuntergangs zu genie\u00dfen, die die arch\u00e4ologischen Monumente abends in ein magisches Violett tauchten. Auch Touristen klettern gerne auf den H\u00fcgel, um die Sch\u00f6nheit dieser Tageszeit zu genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Palmyra-Kinder-Facebook-evtl.-Ahmad-Asad1-1.jpg\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35222\" width=\"573\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Palmyra-Kinder-Facebook-evtl.-Ahmad-Asad1-1.jpg 720w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Palmyra-Kinder-Facebook-evtl.-Ahmad-Asad1-1-300x160.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Jungen spielen Fu\u00dfball vor der Kulisse der Ruinen von Palmyra \u2013 Blick von Norden mit den Palmyra-Ketten im Hintergrund &nbsp;|&nbsp; Foto: Hasan Ali<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Damals war die Nacht in Palmyra ereignisreicher als der Tag. Das Sommerwetter wird in der Nacht so sanft und die Brise k\u00fchl und frisch. Familien und Freunde trafen sich sp\u00e4tabends oder nachts in den H\u00f6fen der H\u00e4user. Im Winter genossen die M\u00e4nner die Gastfreundschaft des G\u00e4stehauses (<em>madafa<\/em> oder <em>manazil<\/em> &#8211; wie wir Einheimischen es nennen); sie versammelten sich um die W\u00e4rme des Diesel- oder Holzofens, der <em>soba<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Krise, die Invasion von ISIS und unsere Flucht<\/strong><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Meine Tr\u00e4ume von Palmyra verblassten mit dem Ausbruch des Konflikts 2011\/12, der sp\u00e4ter die Vertreibung von 60 % der Bev\u00f6lkerung zur Folge hatte. In dieser Zeit suchten wir nach Sicherheit f\u00fcr unsere Familien und einem ausreichenden Einkommen zum \u00dcberleben, also nahm ich einen zweiten Job in einem Textilgesch\u00e4ft an. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-01-06-17_SYRHER-rew-1.png\" alt=\"Von Palmyra nach Istanbul\" class=\"wp-image-35225\" width=\"293\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-01-06-17_SYRHER-rew-1.png 652w, https:\/\/syrian-heritage.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/ew-d-01-06-17_SYRHER-rew-1-196x300.png 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Oase umgrenzt an drei Seiten den Bel-Tempel, 1956 | Museum f\u00fcr Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin, Sammlung Eugen Wirth (CC-BY-NC-SA)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Als ISIS 2015 in Palmyra\/Tadmur einmarschierte, wurde das Leben zur H\u00f6lle. Wir mussten aus der geliebten Stadt fliehen, um dem unvermeidlichen Tod zu entgehen. Ich floh mit meiner Familie zun\u00e4chst nach Gaziantep in der T\u00fcrkei, sp\u00e4ter nach Istanbul. In dem neuen Land zeigte sich das Leid in verschiedenen Schattierungen. Wir mussten T\u00fcrkisch lernen und die dortigen Gewohnheiten und Lebensweisen akzeptieren. Zun\u00e4chst arbeitete ich als Lehrer f\u00fcr syrische Geschichte und als Trainer f\u00fcr syrisches Kunsthandwerk f\u00fcr syrische Fl\u00fcchtlingskinder. Im Jahr 2016 konnte ich mit Unterst\u00fctzung des Deutschen Arch\u00e4ologischen Instituts in Istanbul und gef\u00f6rdert von der deutschen Gerda Henkel Stiftung als Arch\u00e4ologe und sp\u00e4ter als Chronist f\u00fcr meine Heimatstadt arbeiten. Ich begann meine neue Arbeit mit der Dokumentation wesentlicher Aspekte des Erbes von Tadmur und seiner Umgebung sowie der Lebensweise der Menschen dort. Ich sammle Erinnerungen an wichtige Ereignisse wie den Umzug aus dem alten Dorf in die neue Stadt und an die Zeiten der Machtschwankungen im 20. und 21. Jahrhundert, da ich es f\u00fcr notwendig halte, die Gemeinschaft der Tadmuris wieder zu verbinden, das Wissen \u00fcber die moderne Geschichte Palmyras zu sch\u00fctzen und den Menschen in der Diaspora eine Stimme zu geben. Im Jahr 2020 haben wir &#8222;Palmyrene voices&#8220; initiiert und ein Einkommensprojekt mit traditionellen Handwerksprodukten aus Tadmur gestartet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\">Nach meiner Einsch\u00e4tzung ist die Heimkehr der Einwohner von Tadmur f\u00fcr die n\u00e4chste Zukunft eher unwahrscheinlich. Aber wir wollen zur\u00fcckkehren, um zusammen mit Experten den Erhalt des historischen Palmyra auch f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen zu sichern. Es muss ein Weg gefunden werden, das Wissen und das Erbe zu bewahren, damit es von den Gro\u00dfeltern an die Enkel weitergegeben werden kann. Der beste Weg ist, die durch den massiven Exodus der Bewohner von Tadmur entstandene L\u00fccke zu schlie\u00dfen, indem das kollektive Ged\u00e4chtnis der Palmyra-Fl\u00fcchtlinge in der Diaspora aufgezeichnet und analysiert wird, so dass sie ihre Geschichten und Erinnerungen mit ihren Kindern und der ganzen Welt teilen k\u00f6nnen. Unsere Hoffnung bleibt, dass wir eines Tages in unsere Heimat Tadmur\/Palmyra zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen und auch k\u00fcnftige Generationen diese Hoffnung bewahren werden.<a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Titelbild:<\/strong> Blick auf das historische Palmyra mit der modernen Stadt Tadmur im Hintergrund und den Ausl\u00e4ufern der Oase auf der westlichen Seite, 2002 | Foto Peter Heiske (CC-BY-NC-ND)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-uagb-columns uagb-columns__wrap uagb-columns__background-color uagb-columns__stack-mobile uagb-columns__valign- uagb-columns__gap-10 align uagb-block-7c5e9c5e uagb-columns__columns-1 uagb-columns__max_width-custom\"><div class=\"uagb-columns__overlay\"><\/div><div class=\"uagb-columns__inner-wrap uagb-columns__columns-1\">\n<div class=\"wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-6079cfca\"><div class=\"uagb-column__overlay\"><\/div>\n<p class=\"is-style-custom-paragraph-style-justify19\"><strong>Autorenschaft von Hasan Ali: <\/strong>Hasan Ali ist ein palmyrenischer Arch\u00e4ologe und Historiker mit einem Bachelor der Universit\u00e4t Damaskus. Mit Unterst\u00fctzung des Deutschen Arch\u00e4ologischen Instituts Istanbul dokumentiert er das kulturelle Erbe Palmyras und seiner Umgebung im 20. Jahrhundert und in der Gegenwart. <a href=\"https:\/\/palmyrenevoices.org\/\">https:\/\/palmyrenevoices.org\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Hasan Ali Hasan Ali l\u00e4dt uns ein, Palmyra\/Tadmor aus einer lokalen Perspektive zu entdecken. Er erinnert sich an die Abenteuer der Kindheit und die Aussagen der \u00c4lteren, um pers\u00f6nliche Landkarten kultureller Bedeutungen und sozialer Werte zu entwerfen. 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